Der Schutz der Biodiversität ist neben Naturvorranggebieten auf aktive Fördermassnahmen in der genutzten Landschaft angewiesen. Solche Fördermassnahmen haben das Ziel, die Qualität und Funktionalität von verarmten Ökosystemen und Lebensräumen zu verbessern und wiederherzustellen, natürliche Prozesse anzustossen und gute Bedingungen für artenreiche Lebensgemeinschaften zu schaffen. Beispiele zeigen, dass die interdisziplinäre Herangehensweise bei solchen Projekten ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Für den Wald heisst das, dass biodiversitätsfördernde, waldbauliche Massnahmen im Dialog zwischen Wald- und Biodiversitätsfachleuten und Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern festgelegt werden sollten. Eine gute Projektdokumentation ermöglicht es, die Wirkung der getroffenen Massnahmen periodisch zu überprüfen und weitere Massnahmen an neue Gegebenheiten anzupassen. Damit wird die Grundlage für eine effektive und evidenzbasierte Biodiversitätsförderung im bewirtschafteten Wald ausserhalb der Schutzgebiete geschaffen.

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