Das Programm «Naturschutz im Wald» wird im Kanton Basel-Landschaft seit 1998 umgesetzt. Nach 15 Jahren Laufzeit erfolgte auf Anordnung des Kantonsparlaments eine Wirkungskontrolle, mit welcher der Effekt naturschutzorientierter Eingriffe auf licht- und wärmebedürftige sowie auf totholzgebundene Pflanzen- und Tierarten untersucht wurde. Die Wirkungskontrolle beruht auf 31 Fallstudien, die in 13 verschiedenen Waldreservaten gemacht wurden. Die Fallstudien bezogen sich auf die Bestandestypen lichter Wald, Eichenwald, Mittelwald und Felsstandorte. Je nach Fallstudie wurden verschiedene Organismengruppen mit unterschiedlichen Erhebungsmethoden untersucht: Gefässpflanzen, Totholzkäfer, Schnecken, Brutvögel und Tagfalter. Die Wirkung der Eingriffe wurde entweder mittels «before-after»-Vergleich oder «control-impact»-Vergleich ermittelt. Eine Metaanalyse zeigte, dass die Indikatorarten von den ausgeführten Pflegeeingriffen profitieren. Die typischen Indikator-Gilden warmer und lichtreicher Waldgesellschaften waren auf Untersuchungsflächen mit Eingriffen signifikant artenreicher und häufiger vorhanden als auf den Kontrollflächen ohne Eingriffe beziehungsweise vor den Eingriffen. Obwohl der Abschluss der Untersuchung im Kanton Basel-Landschaft bereits sieben Jahre zurückliegt, ist sie eines der bisher wenigen Beispiele für eine umfassende Wirkungskontrolle zur Biodiversitätsförderung im Schweizer Wald. Die Vorteile, aber auch die Grenzen eines auf Fallstudien basierenden Ansatzes zur Wirkungskontrolle werden diskutiert und die Anforderungen an geeignetes Datenmaterial aufgezeigt.

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