Vor zwölf Jahren wurde vom Bundesamt für Umwelt der Aktionsplan Auerhuhn Schweiz in Kraft gesetzt. Eine Zwischenbilanz über seine Wirkung zeigt, dass das Verbreitungsgebiet des Auerhuhns in den Bündner Alpen sowie am zentralen und östlichen Alpennordrand mehr oder weniger stabil geblieben ist. Auf einem Höhenzug ist zudem eine Wiederbesiedlung gelungen. Auch die Populationsgrössen scheinen stabil zu verlaufen, sofern die verfügbaren Daten eine Beurteilung zulassen. Im Jura dagegen hat sich die dramatische Verkleinerung des Auerhuhn-Verbreitungsgebiets unvermindert fortgesetzt. Bereits vor 15 Jahren wurde in Amden im Kanton St. Gallen ein Sonderwaldreservat mit dem Hauptziel der Auerhuhn-Förderung gegründet. Die waldbauliche Wirkungskontrolle zeigt, dass hier die Lebensraumqualität maximal zehn Jahre nach Umsetzung der Massnahmen bereits deutlich besser war. Zudem wurde etwa die Hälfte der aufgewerteten Flächen vom Auerhuhn neu als Lebensraum angenommen. Mit geeigneten waldbaulichen Massnahmen kann die Eignung eines Waldes als Lebensraum für Auerhühner deutlich verbessert werden. Besonders erfolgreich ist man damit an Standorten mit Nadelwäldern oder Mischwäldern, in denen Laubholzarten nicht zu dominant werden.

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