In der Europäischen Union gibt es keine vertraglich geregelte gemeinsame Forstpolitik, faktisch jedoch ein Politikfeld, das für die Wälder und die Waldbewirtschaftung in Europa relevant ist. Der vorliegende Beitrag widmet sich der Rolle der Europäischen Kommission in diesem kontrovers diskutierten Politikfeld, das sich dynamisch entwickelt. Mithilfe interpretativer Ansätze der Politikfeldanalyse wird gezeigt, dass die Kommission forstpolitisch agiert: Sie nutzt die ihr übertragenen Kompetenzen, um die Ansprüche an Wälder zu regeln, die zugenommen haben. Waldreiche EU-Mitgliedstaaten sind gefordert, sich verstärkt in EU-Politikprozesse einzubringen und eine in die Zukunft gerichtete Gestaltung des Subsidiaritätsprinzips zu gewährleisten.

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