Der Kanton Graubünden wurde in den vergangenen Jahren im Naturgefahrenbereich stark gefordert. Er nutzt die Erfahrungen und Erkenntnisse nun bei der Bewältigung der Rutschung in Brienz/ Brinzauls. Dort stellen sich angesichts der unsicheren Entwicklung und der nicht absehbaren Dauer der Ereignisse neue Herausforderungen. Die Rutschung beschleunigt sich seit Ende 2017 massiv. Zahlreiche Projekte und Abklärungen werden deshalb eng aufeinander abgestimmt. Vor diesem Hintergrund werden insbesondere die Koordination und Zusammenarbeit von Bund, Kanton und Gemeinde erläutert. Aufgrund der unsicheren Entwicklung muss in Szenarien vorausgedacht werden, und private Infrastrukturträger müssen gewichtige Eventualplanungen ins Auge fassen. Die Koordination im Bereich Infrastrukturprojekte ist exemplarisch für den Risikodialog im Kontext der öffentlichen Risikovorsorge und des privaten Risikomanagements. Die Verhältnismässigkeit der bereits getätigten und noch ausstehenden grossen Investitionen wird mit Risikoanalysen aufgezeigt. Dazu wird im Artikel die Methodik der Risikoanalyse anhand der Rutschung Dorf vertieft.

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