Seit der Einführung der Praxishilfe «Nachhaltigkeit und Erfolgskontrolle im Schutzwald» (NaiS) in der Schweiz im Jahr 2005 haben sich die Rahmenbedingungen für die Schutzwaldbewirtschaftung grundlegend geändert. Dank der Weiterentwicklung der waldbaulichen Grundlagen sowie einem klar definierten Abgeltungssystem konnte die Schutzwaldbewirtschaftung auf eine solidere Basis gestellt werden. Eine konstante Herausforderung in der Schutzwaldbewirtschaftung stellt der Einfluss der Wildhuftiere auf die Waldverjüngung dar. Dieser kann die Umsetzung der waldbaulichen Zielsetzung und somit auch die Effektivität der waldbaulichen Eingriffe massgeblich beeinträchtigen. Eine grosse Unsicherheit in der Schutzwaldbewirtschaftung stellt seit einigen Jahren der Klimawandel dar, der vielerorts zu deutlichen Verschiebungen in der Baumartenzusammensetzung führen wird. Der Umgang mit diesen Veränderungen und die Anpassung der waldbaulichen Strategien an diese neuen und je nach dem sehr raschen Entwicklungen stellen die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter des bisher eher trägen, dafür sehr stabilen Schutzsystems Wald vor ganz neue Fragestellungen. In Zukunft wird es darum gehen, den waldbaulichen Handlungsspielraum bestmöglich dafür auszunutzen, die aktuell hohe Wirksamkeit unserer Schutzwälder zu erhalten.

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