Die Raumplanung und der Wald sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Schutz und Nutzung des Waldes sind jedoch nicht im Raumplanungsgesetz, sondern im Waldgesetz geregelt. Deshalb ist der Wald keine Zone im raumplanerischen Sinn. Mit dem strikten, im Waldgesetz geregelten Walderhaltungsgebot geniesst er einen höheren Schutz als etwa die Landwirtschaftsfläche. Diese engen Verknüpfungen führen seit jeh zu Schnittstellenproblemen. Dieses Essay analysiert Planungsdokumente in sieben Schweizer Gemeinden und hebt insbesondere die Chancen und Herausforderungen auf kommunaler Ebene hervor. Zwei Waldfunktionen kommen dabei besonders häufig in kommunalen Planungsdokumenten vor: die ökologische Funktion (23.6% der Nennungen) und die Erholungsfunktion (17.9%). Die wirtschaftliche Funktion und die Schutzfunktion sind deutlich weniger präsent. Die in den untersuchten Gemeinden festgestellte Vielfalt an Verbindungen zwischen kommunalen raumplanerischen Instrumenten und Instrumenten der forstlichen Planung überrascht vor dem Hintergrund der als schwierig geltenden Zusammenarbeit.

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