Die sogenannte DACH-Initiative verfolgt das Ziel, eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den nationalen Datensätzen der forstlichen Testbetriebsnetze Deutschlands, Österreichs und der Schweiz herzuleiten und daraus Schlussfolgerungen für Politik, Wissenschaft und Praxis zu ziehen. Erste Vergleiche von Länderkennzahlen zeigen, dass die Auswirkungen der teilweise unterschiedlichen Rahmenbedingungen dargestellt werden können. Um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe in der DACH-Region vertiefter zu untersuchen, wurden Kollektive von Flachland- und Gebirgsforstbetrieben betrachtet. Die Auswertungen zeigen, dass die Bildung von spezifischen Vergleichskollektiven eine differenziertere Analyse der wirtschaftlichen Situation der Forstbetriebe ermöglichen, da Betriebe mit ähnlichen Produktionsbedingungen verglichen werden. Der konkrete Kennzahlenvergleich für die Jahre 2015–2019 zeigt, dass die Entwicklungen im Flachland und Gebirge ähnlich sind, aber auf teilweise unterschiedlichem Niveau. Im Kerngeschäft der Forstbetriebe, der Waldbewirtschaftung, erzielen die deutschen und österreichischen Forstbetriebe über den Beobachtungszeitraum hinweg fast ausnahmslos einen Einnahmenüberschuss. In der Schweiz ist die Waldbewirtschaftung hingegen sowohl im Flachland als auch im Gebirge nicht kostendeckend – trotz im Vergleich zu Deutschland und Österreich umfangreichen Förderungen und Abgeltungen der öffentlichen Hand. Hauptgrund für die negativen Ergebnisse der Waldbewirtschaftung in der Schweiz ist die ungünstige Kostenstruktur insbesondere in der Holzernte, im Waldbau und in der Walderschliessung. Ursachen hierfür sind neben Unterschieden bei den Lohnkosten teils nicht auf die Betriebsverhältnisse angepasste Ressourcen, die zum Einsatz suboptimaler Verfahren führen.

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