Für die waldbauliche Planung haben sich Standorttypen und ihre Darstellung in Ökogrammen bewährt. Damit diese auch in Zukunft nützlich bleiben, ist ein gutes Verständnis der anstehenden Veränderungen durch den Klimawandel notwendig. Die Verschiebung der Vegetationshöhenstufen mit dem Klimawandel wurde bereits berechnet und beschrieben. Es blieb jedoch offen, ob sich zusätzlich zu der Verschiebung der Vegetationshöhenstufen auch eine Verschiebung der Vegetationseinheiten auf der Feuchteachse des Ökogramms ergeben wird, verursacht durch die Zunahme der Trockenheit. Auswertungen von 1044 Vegetationsaufnahmen mit Bodenprofilen ergaben, dass die Feuchteachse vor allem durch die Bodenphysik (Vernässung, nutzbare Feldkapazität) und die Eigenschaften der Topografie (Kuppenlage, Exposition und Neigung) erklärt wird. Der Klimaeinfluss war weniger wichtig. Wichtigste erklärende Klimavariable war das Dampfdrucksättigungsdefizit der Luft, während Niederschlag oder Trockenheitsindikatoren nur einen geringen Einfluss hatten. Berechnungen mit zukünftigen Klimadaten prognostizieren eine Verschiebung innerhalb der Feuchteachse um etwa 9% der Skala. Das ist zu gering, um die Position von Vegetationseinheiten auf der Feuchteachse markant zu verändern.

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