Diskontieren ist in der Ökonomie ein Standardverfahren, um Zeitpräferenzen der Entscheiderinnen und Entscheider und die zukünftige Konsumentwicklung zu berücksichtigen. Allerdings werden vor allem Geldströme diskontiert, während weitere Ökosystemleistungen nicht diskontiert in Kosten-Nutzen-Analysen einfliessen. In Optimierungen mit mehreren Kriterien kann das zu Verzerrungen führen, weil monetäre abweichend von nicht monetären Nutzen und Kosten behandelt werden. In dieser Studie zeigen wir auf, wie die Diskontierung einer Reihe ökologischer und sozioökonomischer Ökosystemleistungsindikatoren das optimale Landnutzungsportfolio eines öffentlichen Planers beeinflussen kann. Wir verwenden dazu einen robusten, multikriteriellen Optimierungsansatz für ein Forst-Avocado-Portfolio in Südafrika. Als Indikatoren verschiedener Ökosystemleistungen betrachten wir den Kapitalwert, die Amortisationszeit, die Kohlenstoffspeicherung und die Düngermenge. Um Zeitpräferenzen bei der Bereitstellung der Leistungen zu berücksichtigen, wenden wir angepasste Diskontraten für die monetären und die nicht monetären Kosten- und Nutzenströme an. Wir können zeigen, dass die Diskontierung die Standardabweichung der Ökosystemleistungsindikatoren reduziert, was wiederum zu weniger stark diversifizierten Portfolios führt. Um aber auch die Unsicherheit bei der Wahl der Diskontraten zu berücksichtigen, führen wir gleichzeitig eine Reihe unterschiedlich stark diskontierter Indikatoren ein, was den Effekt der reduzierten Diversifikation abmildert.

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