Für die Nutzung der limitierten Ressource Holz ist nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ökologische Dimension relevant. Das gilt insbesondere für Effizienzbetrachtungen. Die ökologische Effizienz ist vor allem im Kampf gegen den Klimawandel bedeutend, da im Wald und in Holzprodukten Kohlenstoff gespeichert wird und durch eine vermehrte Nutzung der Ressource zusätzliche Substitutionseffekte entstehen können. Um die Effizienz von Holznutzung ganzheitlich zu betrachten, ist eine Systemperspektive notwendig, in der Holzverarbeitung, Holznutzung und Substitutionseffekte integriert untersucht werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt ein solches Gesamtsystem anhand eines systemdynamischen Modells, das die ökologische Effizienz der österreichischen Holznutzung in Bezug auf die Vermeidung des Klimawandels abbildet. Es zeigt sich, dass die ökologische Effizienz in relevantem Ausmass von industriespezifischen Substitutionsfaktoren und der Verteilung von Holz über alle Industrien abhängt. Beide Faktoren sind durch Verschiebungen zwischen den Wertschöpfungsketten, externe Einflüsse wie den Klimawandel, den technologischen Fortschritt oder eine Veränderung des Energiemix beeinflussbar. Daher ist die ökologische Effizienz des Gesamtsystems in Bezug auf Klimawandelvermeidung als dynamisch zu verstehen.

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