Bei der Waldbewirtschaftung geht es darum, gewünschte Leistungen mit möglichst wirksamen und kostengünstigen Eingriffen bereitzustellen. Von besonderer Bedeutung sind dabei Eingriffe, die über den Erfolg der Waldverjüngung bestimmen. Entsprechend wird die Verjüngung bei der Planung und Kontrolle von waldbaulichen Eingriffen, in der Waldplanung wie auch in der Jagdplanung regelmässig beurteilt. Allerdings sind Erfassung und Beurteilung der Verjüngung mit einigen Herausforderungen verbunden. In diesem Beitrag stellen wir fünf Indikatoren für die Beurteilung der Verjüngungssituation vor: die Verjüngungsdichte, der Verjüngungsdeckungsgrad, die Distanz zwischen Verjüngungsansätzen, der Flächenanteil ohne Verjüngung sowie die Verjüngungsfläche. Wir diskutieren ihre Eigenschaften und zeigen ihren Einsatzbereich in der Praxis auf. Die verschiedenen Indikatoren unterscheiden sich insbesondere darin, ob sie mithilfe von Messungen oder von Schätzungen erfasst werden, was Folgen für den Erhebungsaufwand und die Reproduzierbarkeit hat. Bei der Planung und Kontrolle von waldbaulichen Eingriffen ist in vielen Fällen eine gutachtliche Beurteilung der Verjüngung durch okulare Schätzung ausreichend. Wo die Verjüngungssituation jedoch unklar ist oder kontrovers beurteilt wird, werden gemessene Daten benötigt. Für den auf Messwerten beruhenden Indikator Verjüngungsdichte sind die Zielvorstellungen (Sollwerte, Bandbreiten) erst noch zu konsolidieren.

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